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asymmetrisches Layout einer mehrseitigen Notenausgabe

Begonnen von juppes, Samstag, 4. August 2012, 22:05

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juppes

kurze und knackige Frage: ich möchte ein vierseitiges Stück so setzen, daß der äußere Rand der Seite immer etwas weiter von den Notensystemen entfernt ist als der innere. Das wäre natürlich bei gegenüberliegenden Seiten immer abwechselnd mal der linke und mal der rechte Rand. Wie kriege ich das hin? Die Ränder habe ich schon definiert, aber mit meinem Code gibt es jedesmal das gleiche Layout. Irgend etwas muß Lilypond sagen, auf welcher Seite es gerade ist und was daraus folgt. So weit bin ich jetzt:

\paper { #(set-paper-size "henle")
left-margin = 2.5\cm
right-margin = 1.8\cm
}


Für Seite 1 und drei ist das gut, aber für Seite 2 und vier müßte es andersherum sein. Hat jemand Anregungen?

RobUr


juppes

guten Abend, Robert,

herzlichen Dank, das bringt mich schon mal viel weiter, aber ganz glücklich bin ich noch nicht: ich wollte eigentlich das Henle-Layout nachbauen, welches mir persönlich sehr gefällt. Die machen aber Folgendes: die Notenzeilen sind vom äußeren Rand weiter entfernt als vom inneren (habe nachgemessen: außen 2,5 und innen 1,8 cm vom Rand). Setze ich nun in den Paper-Block:

two-sided = ##t

bekomme ich aber die umgekehrte Konstellation, und das, was ich vorher festgelegt habe, wird ignoriert - es wird auch angekündigt. Hast Du eine Idee, wie ich das nach meinem Gusto hinbekäme?
Ich kann natürlich an paper-defaults-init.ly herumspielen und die Werte dort ändern (habe ich getan mit dem gewünschten Ergebnis), aber dann bekomme ich diese Konstellation natürlich bei jedem Papierformat, was nicht unbedingt optimale Ergebnisse bringt. Schließlich hängt es doch sehr von der Seitengröße ab, was gut aussieht. Und bei A4 hat man eh keinen Platz zu verschenken, da das Format für Noten einfach zu klein ist. Wie würdest Du das als Lilypond-Tieftaucher lösen?


juppes

Hallo Robert,

Ich muß noch etwasnachschieben, bevor Du antwortest: ich glaube, ich hatte noch nicht alles genau gelesen bei den two-sided-Optionen. Ich werde morgen weiterprobieren und mich dann nochmal melden. Es scheint mir nach nochmaliger Leküre des NR-Abschnitts, daß die Lösung dort bereits steckt...

Und nun gute Nacht...

Be-3

Hallo juppes,

wenn Du two-sided = ##t verwendest, mußt Du an Stelle von left-margin und right-margin einfach inner-margin für den inneren Rand (in Deinem Fall die 1,8 cm) und outer-margin für den äußeren Rand (in Deinem Fall die 2,5 cm) einstellen:

\version "2.14.2"

\paper {
  two-sided = ##t
  inner-margin = 1.8\cm
  outer-margin = 2.5\cm
}

\relative c' {
  \repeat unfold 28 { e1 f g a b c d e f \break e d c b a g f e \break }
}


Achtung: Ungerade Seiten sind in Büchern immer rechts, gerade Seiten immer links! Kann darin das Mißverständnis ("umgekehrte Konstellation") bestehen? Denn beim zweiseitigen Betrachten/Drucken mit dem PDF-Reader kann es leicht passieren, daß im Gegensatz zur üblichen Praxis defaultmäßig die erste (und somit ungerade) Seite links angeordnet wird und die zweite rechts daneben.

Ein eventuell gesetzter short-indent beeinflußt den linken Rand auch noch mit...

Viele Grüße
Torsten

juppes

ganz herzlichen Dank an Euch beide - Operation vollkommen gelungen, Patient lebt aber immer noch und besser als vorher  :)

Und jetzt wird gedruckt...

kilgore

tolle Neuigkeit!! Kann ich auch gut gebrauchen....!