Autor Thema: Schnellere und normalere(?) Noteneingabe  (Gelesen 7382 mal)

Manuela

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Re: Schnellere und normalere(?) Noteneingabe
« Antwort #15 am: Mittwoch, 11. Januar 2017, 14:07 »
Wie schnell denn, wenn ich fragen darf? ;) Bei diesem Test komm ich auf mit vielen Sonderzeichen (ESA-Text) auf 275 und 396, mit wenig Sonderzeichen (Jazz-Text) auf 303 und 406. Die Ergebnisse oben waren also wirklich nicht realistisch. Und man sieht ganz gut, daß ich Sonderzeichen und Zahlen bei neo echt schneller tippe.

Keine Ahnung, ich habe es nie getestet. In der Schule war ich jedenfalls die Schnellste, das ist aber jetzt 40 Jahre her.  ;)

ingmar

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re: Schnellere und normalere(?) Noteneingabe
« Antwort #16 am: Mittwoch, 11. Januar 2017, 22:11 »
Also, ich komme beim Tipptest auf 202. Fast lupenreines Zweieinhalbfinger-Suchsystem... Hätte nie erwartet, dass es doch noch so gut konkurriert... *gg*

Zum Thema:
Beim Schreiben von Lilyponddateien ist für mich die Leertaste das kleinste Problem, die finde ich ja immer ohne Hinkucken! Blöder sind die Modifyer-Keys, zu deutsch Shift- Control- usw. Tasten, die ich immer erst suchen muss. Das verlangsamt stark, besonders bei jedem { } [] () und vor allem \ ' , - besonders häufigen Zeichen.

Ein anderer Fall sind sich wiederholende gleiche Strings, etwa lange Triolenketten, aber "\tuplet 3/2 {" habe ich dann entweder in der Zwischenablage oder ich schreibe irgendwas, sagen wir "TT", das ich anschließend per Copy&Paste ersetze.

Ich würde in so einem Fall lieber nicht LilyPond umdefinieren, sondern eine Art Preprozessor einsetzen, der meine Privatschrift in die Amtliche transponiert. Aber das ist vielleicht eher ein persönlicher Spleen von mir: Ich wünsche mir, dass meine Dateien kein Geheimcode bleibe, sondern irgendwann auch für andere nützlich sein können. Und das wäre eine eigene Eingabesprache nicht mehr. Vielleicht nicht mal für mich, wenn ich zwei Jahre nicht mehr dazu komme (Unfall oder sowas) und anschließend Tippfehler finde.


--ingmar

EDIT: Formulierung
« Letzte Änderung: Mittwoch, 11. Januar 2017, 22:32 von ingmar »

fugenkomponist

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Re: re: Schnellere und normalere(?) Noteneingabe
« Antwort #17 am: Mittwoch, 11. Januar 2017, 22:39 »
Beim Schreiben von Lilyponddateien ist für mich die Leertaste das kleinste Problem, die finde ich ja immer ohne Hinkucken! Blöder sind die Modifyer-Keys, zu deutsch Shift- Control- usw. Tasten, die ich immer erst suchen muss. Das verlangsamt stark, besonders bei jedem { } [] () und besonders \ ' , - besonders häufigen Zeichen.
Da könnte dir tatsächlich ein anderes Tastaturlayout helfen; ich hab 2010 eine Facharbeit in LaTeX geschrieben und hab dafür das US-Layout verwendet, das war schon mal ne gute Erleichterung bei wenig Umgewöhnungsaufwand. Inzwischen verwende ich wie gesagt neo, welches erstmal gewöhnungsbedürftig ist, mir aber dadurch hilft, daß Zahlen, Pfeiltasten und Sonderzeichen etc. auf weiteren Ebenen (erreichbar mit Modifiern wie einer umdefinierten Capslock-Taste) in den drei „Alphabetreihen“ liegen. Falls dich das interessiert: auf neo-layout.org gibts das für alle gängigen Betriebssysteme runterzuladen und eine genaue Übersicht über die komplette Belegung; bei den meisten Linuxen ists außerdem schon dabei und kann einfach ausgewählt werden.
Zitat
Ein anderer Fall sind sich wiederholende gleiche Strings, etwa lange Triolenketten, aber "\tuplet 3/2 {" habe ich dann entweder in der Zwischenablage oder ich schreibe irgendwas, sagen wir "TT", das ich anschließend per Copy&Paste ersetze.
Für so etwas gibts in Frescobaldi die Snippets/Schnipsel. Man kann häufig verwendete Strings (und auch kompliziertere Dinge) in solchen Snippets speichern und denen Tastaturkürzel zuweisen. So habe ich z. B. Strg+3 für „\tuplet 3/2 { }“ mit Cursor zwischen den Klammern, Alt+1 für \voiceOne, Alt+X (wär bei qwertz Alt+Q) für \oneVoice, Strg+Shift+V für die Versionsangabe und Strg+Alt+A für den Notentext von „Alle meine Entchen“ (um schnell irgendwelche Sachen ausprobieren zu können).

Manuela

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Re: re: Schnellere und normalere(?) Noteneingabe
« Antwort #18 am: Donnerstag, 12. Januar 2017, 08:56 »
Blöder sind die Modifyer-Keys, zu deutsch Shift- Control- usw. Tasten, die ich immer erst suchen muss. Das verlangsamt stark, besonders bei jedem { } [] () und vor allem \ ' , - besonders häufigen Zeichen.

Genau diese Zeichen halten mich auch immer auf, besonders wenn ich dann statt der AltGr-Taste eine andere Taste erwische und eine Neun, Null oder runde Klammer eintippe. Frescobaldi macht dann immer so komische Ergänzungsvorschläge, die zusätzlich nerven.

Ein anderer Fall sind sich wiederholende gleiche Strings, etwa lange Triolenketten, aber "\tuplet 3/2 {" habe ich dann entweder in der Zwischenablage oder ich schreibe irgendwas, sagen wir "TT", das ich anschließend per Copy&Paste ersetze.
Dafür gibt es Frescobaldi, wie Fugenkomponist schrieb. Frescobaldi ergänzt automatisch bzw. macht Vorschläge, für mich unersetzbar.  :)


xr

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Re: Schnellere und normalere(?) Noteneingabe
« Antwort #19 am: Donnerstag, 12. Januar 2017, 10:22 »
Da ich ebenfalls übersichtliche Ein- wie Ausgabedateien haben und ebenfalls so wenig wie möglich tippen möchte, habe ich mir ein Pythonmodul geschrieben, das mir meine Eingabedatei in eine Lilypond Datei übersetzt.
Damit kann ich meine Eingabe nach den jeweiligen Erfordernissen jederzeit frei anpassen.

Beispiel:
%%%%% Makro
% Beispielpfade
py_install = "C:\\Python34\\python.exe "
py_modul = "H:\\Programmierung\\lilypond\\python\\lilypond_text_umwandeln.py "
dir = "pfad zu einem Ausgabeordner"

pyFkt =
#(define-void-function (parser location name)
   (string?)     
   (define system_cmd  (string-append py_install py_modul dir name ".ly") )     
   (system system_cmd)
  )

%%%%% Eingebunden wird das Makro mit:
\pyFkt "beispiel"
\include "beispiel_ausgabe.ly"

Und das Pythonmodul lilypond_text_umwandeln.py :
import os, codecs
pfad = sys.argv[1]

with codecs.open(pfad, 'r', 'utf-8') as f:
    txt_input = f.read()

# hier die Umwandlung des Textes mittels Python 
# von txt_input in txt_output
# z.Bsp. (wandelt "a8bc#def" in \relative { a'8 b cis d e f } um)

anfang = u'\\relative {'
ende = '}'
txt_neu = [anfang,]

for txt in txt_input:
if txt.isdigit(txt):
txt_output[-1] += txt
continue
elif txt == '#':
txt_output[-1] += 'is'
continue

txt_neu.append(txt)

# Zeilenumbruch nach jedem vierten Eintrag
if len(txt_neu) % 4 == 0:
txt_neu.append('\n')

txt_neu.append(ende)
txt_output = ' '.join(txt_neu)

with codecs.open(pfad + "_ausgabe", 'w', 'utf-8') as f:
    f.write(txt_output)
« Letzte Änderung: Donnerstag, 12. Januar 2017, 10:38 von xr »

Manuela

  • Gast
Re: Schnellere und normalere(?) Noteneingabe
« Antwort #20 am: Donnerstag, 12. Januar 2017, 15:35 »
Kannst du bitte auch ein Pythonmodul schreiben, wo ich das Notenblatt nur noch vor den Bildschirm halten brauche und es wird automatisch Lilypond Code erzeugt?  ;)

xr

  • Gast
Re: Schnellere und normalere(?) Noteneingabe
« Antwort #21 am: Freitag, 13. Januar 2017, 10:27 »
Beim nächsten Mal.  ::)

Manuela

  • Gast
Re: Schnellere und normalere(?) Noteneingabe
« Antwort #22 am: Mittwoch, 18. Januar 2017, 07:03 »
Ich habe noch ein paar Tastentipps für Windows in einem alten c't gefunden:

Mit Shift+Alt schaltet man zwischen den installierten Tastaturen um, für Frescobaldi werde ich in Zukunft das englische Tastaturlayout verwenden.

Mit Ctrl+Alt kann man "Alt Gr." ersetzen, das mag auch eine gewisse Erleichterung bei der Eingabe der geschwungenen und eckigen Klammern sein.