Liebe Freunde,
mit two-sided arbeite ich ja schon lange. Jetzt ist mir aufgefallen, dass die inneren Ränder nicht gleich sind (trotz Festlegung). Mit Hilfe von binding-offset werden sie angeglichen. Mit Einfügen dieser Funktion in meinen vertrauten und funtionierenden paper-block sind aber leider top-margin und bottom-margin außer Rand und Band. Ich finde keine Erklärung dafür. Auch die übrige Seiteneinteilung stimmt nicht mehr.
(\overrideProperty Score.NonMusicalPaperColumn.line-break-system-details ; \markup)
\version "2.18.2"
#(set-default-paper-size "a4")
\paper {
#(layout-set-staff-size 16.5)
page-count = 2
system-count = 5
paper-width = #210
indent = #0
top-margin = #10
ragged-last-bottom = ##f
top-margin = #14
inner-margin = #13
outer-margin = #17
two-sided = ##t
binding-offset
bottom-margin = #17
}
Das Ergebnis zeige ich in .pdf
Gruß
chf
Hallo,
meine Erfahrungen für »Ringbuch« waren:
Die Akkoladenklammern und Instrumentbezeichner links werden nicht mitberechnet.
Wenn man
i den gewünschten Innenrand nennt,
a den gewünschten Außenrand, und
z die Platzrevervierung für Akkoladen und Instrumentkurznamen,
dann errechneten sich meine Angaben im Paper-Block (neben two-sided = ##t) für
outer-margin = a + 0,5 * z
inner-margin = i + 0,5 * z
horizontal-shift = 0,5 * z
(Natürlich habe ich die ausgerechneten Werte angegeben.)
Daß nun z. Bsp. die Seitenzahlen der ungeraden Seiten etwas (den horizontal-shift-Wert) nach innen gerutscht sind gegenüber dem abschließenden rechten Taktstrich nehme ich billigend in Kauf.
Mit diesen Angaben war ich mit dem Ergebnis in der Version 2.18.2 zufrieden.
Arnold
Theoretisch müsste Lily meckern, weil binding-offset keinen zugewiesenen Wert hat.
@Arnold:
Dass zum Taktstrich gemessen wird, habe ich bemerkt und nicht als Problem gesehen. Danke aber für deine Berechnung - vielleicht brauche ich sie doch.
@Robert:
Welchen Wert muss binding-offset bekommen?
Lily hat nicht gemeckert, aber die Seitenränder stimmen.
Aber wieso nimmt binding-offset Einfluss auf die vertikale Seiteneinteilung? Die ganze Seite ist gegen meine "Anweisung" nach unten gerutscht und
zu weit auseinandergezogen. Zwar stimmt der obere Rand noch, aber bottom-margin wurde ignoriert.
Was kann ich dagegen tun?
Christa
Ich kann gerade nur mutmaßen, aber ich glaube, dass hier die flexible Syntax dir einen Streich spielt. Im \paper-Block kann man beliebigen Bezeichnern Werte zuweisen, auch zusammengesetzten, ohne dass es eine Warnung gibt. Im Zweifelsfall werden die Werte dann halt nicht verwendet. Und hier nimmt LilyPond binding-offset und bottom-margin als einen Begriff, so als hättest du binding-offset.bottom-margin gesetzt. Dieser Name ist LilyPond nicht bekannt, also hat binding-offset keine Auswirkung und bottom-margin scheint ignoriert zu werden.
Zu deiner Frage nach dem Wert: Auf jeden Fall eine Zahl oder Länge. Was genau, musst du schon selbst wissen ;)
Danke für euere guten Gedanken. Ich habe binding-offset wieder rausgeschmissen - line-width scheint die bessere Lösung zu sein. Da ist alles andere wieder im Lot.